Logo APESA AG

Turnierregeln für das Schachspiel

Giant-Chess für Schachturnieren, die Regeln an Turnieren

Giant-Chess an Schachturnieren

Manch einer fragt sich, wie man die grossen Schachfiguren bewegt? Und vor allem wie wird mit den Riesen-Schachfiguren an Turnieren gespielt? Der gewaltige Vorteil von Riesenschachfiguren liegt in der Grösse der Figuren. Denn bei einer Figurengrösse von 120 cm können rund um das Schachfeld sehr viele Zuschauer platziert werden. Die Zuschauer können das Schachspiel dank den grossen Figuren sehr gut beobachten.

Die Turnierspieler spielen am Rande des Schachfeldes auf einem Giant Chess Schachtisch. Die Positionen werden jeweils den Giant Chess Movern zugerufen. Dabei werden jeweils zwei Giant Chess Mover eingesetzt. Die Mover bestehen aus zwei Männern, welche den entsprechenden Spielzug auf das grosse Feld übertragen. Dieses „moven“, bewegen der Schachfiguren erfolgt, indem die Figuren entweder zu zweit getragen oder seitlich gerollt werden. Allein schon das Verstellen der Schachfiguren durch die Mover ist imposant. Mit grossen Schachfiguren können mehr Leute gleichzeitig an einem Spiel teilnehmen ohne dass ein Videowall, Beamer oder ähnliche Technik montiert werden muss.

Auch Schachweltmeister lieben Giant-Chess

Alexandra Kosteniuk Schachweltmeisterin 2008

Auf dem Bild ist Alexandra Kosteniuk abgebildet. Sie ist die Schachweltmeisterin 2008. Auch sie spielt gerne Schach mit Giant Chess. www.kosteniuk.com

Benimmregeln für das Schachturnier

  • Es gehört zur Etikette, dass sich die Schachgegner die Hand geben. Dies wird vor Beginn und nach dem Ende einer Partie gemacht. Den Handschlag zu verweigern, gilt als äusserst unsportlich. Trotz der Regel geschah diese Unsportlichkeit an den Weltmeisterschaftskämpfen zwischen Anatoli Karpow und Viktor Kortschnoi. Das Board der FIDE hat im Juni 2007 sogar entschieden, dass dies sogar mit dem Verlust der Partie bestraft werden kann.
  • Es gilt als unhöflich, in einer hoffnungslosen Lage nicht aufzugeben. Es ist erst recht unhöflich, in einer hoffnungslosen Lage bis zum Schachmatt weiterzuspielen.
  • Ebenfalls ist es gegen die Etikette, wenn man in deutlich schlechterer Stellung ein Remis anbietet. In ausgeglichenen Stellungen ist es nach der Auffassung von Top Schachspielern an dem ranghöheren Spieler, das Remi anzubieten.
  • Es ist verboten, während dem Schachspiel den Gegner zu stören. Dabei sind sämtliche Möglichkeiten der Störung gemeint. Häufige Angebote von Remis werden ebenfalls als störend empfunden.
  • Die FIDE-Regeln vom 1. Juli 2005 sagen auch, dass das klingeln des Handys eines Spielers während der Partie zum sofortigen Partieverlust führt.
  • Untersagt ist den Spielern die Mitnahme von allen technischen Geräten, die der Telekommunikation oder der Datenverarbeitung dienen können. Diese Geräte dürfen nicht einmal in ausgeschaltetem Zustand in das Spielareal mitgebracht werden.
  • Für Zuschauer ist lediglich der Gebrauch von Mobiltelefonen verboten. Sie dürfen das Spiel auch nicht durch Zwischenrufe oder Zugansagen beeinflussen oder stören. Unterhaltungen über laufende Partien sind ebenfalls nicht gestattet.
  • Während einer Partie dürfen auch keine eigenen Notizen oder Ratschläge Dritter in Anspruch genommen werden. Selbst die Analyse des Spieles auf einem anderen Brett oder ein anderes Brett zu bedienen, ist verboten.
  • Es ist nicht erlaubt, sich ohne die Genehmigung eines Schiedsrichters aus dem festgelegten Turnierareal zu entfernen.
  • Ein ausgeführter Zug kann nie zurückgenommen werden. Berührt der Spieler die eigene Figur absichtlich, muss er einen Zug mit dieser Figur ausführen. Es heisst berührt = geführt. Dies jedoch nur, wenn es eine regelgerechte Möglichkeit zum Ziehen gibt. Dies gilt auch, wenn eine gegnerische Figur absichtlich berührt wird. Dabei muss diese Figur geschlagen werden. Dies unter der Bedingung, dass das Ziehen auf legale Weise möglich ist. Berührt der Schachspieler eine Figur, mit der kein legaler Zug möglich ist, hat dies keine Auswirkungen. Dabei kann man einen beliebigen regelkonformen Zug ausführen.
  • Möchte der Spieler eine Schachfigur zurechtrücken, muss er das vorher bekanntgeben. Dafür verwendet er den bekannten Ausdruck J'adoube.
  • Das Schach ist ein charakterlich hochstehendes Spiel. Darum dürfen auch keine Aktionen unternommen werden, welche dem Ansehen des Schachs schaden könnten.
  • Eine permanente Missachtung der Schachregeln kann vom Schiedsrichter mit dem Verlust der Partie bestraft werden. Dabei wird die Punktzahl des Gegners vom Schiedsrichter festgelegt.
  • Bei externen Störungen kann zusätzliche Bedenkzeit gewährt werden.

Schachuhr

Die Schachuhr zeigt im Turnierschach die den beiden Spielern zur Verfügung stehende Bedenkzeit an und begrenzt gleichzeitig deren Bedenkzeit. Die Schachuhr hat für jeden Spieler eine eigene Zeitangabe. Es läuft immer eine der beiden Uhren. Wird von einem Spieler die zur Verfügung stehende Bedenkzeit überschritten, gilt die Partie im Turnierschach als verloren. Die Bedenkzeit ist im Turnierschach normalerweise 120 Minuten. Dies gilt für die ersten 40 Züge. Beim Schnellschach ist die Zeit zwischen 15 und 60 Minuten begrenzt. Nur 5 Minuten stehen jeweils bei Blitzschachturnieren zur Verfügung. Die Zeit gilt für die gesamte Partie. Wird die Zeit überschritten, ist die Partie für den zeitüberschreitenden Schachspieler verloren.

Bei elektronischen Uhren kann man die Bedenkzeit sogar regulieren. Dabei stellt man die Grundbedenkzeit auf 90 Minuten ein. Diese gilt dann für die ersten 40 Züge. Zusätzlich kann ein Zeitzuschlag pro Zug von 30 Sekunden eingestellt werden. Dabei wird es den Spielern erschwert, welche den Schachgegner in einer ausgeglichenen Stellung während dem Spielende „über die Zeit zu heben“ und somit verlieren würde.

Remis

Es ist beim Schach beiden Spielern gestattet, jederzeit ein Unentschieden = Remis zu vereinbaren. Das Spiel endet ebenfalls Remis, wenn der am Zug befindliche Spieler keine Zugmöglichkeiten zur Verfügung stehen und sein König sich jedoch nicht im Schach befindet = Patt. Remis kann auch vereinbart werden, wenn es keinem der beiden Spieler mehr möglich ist, den Gegner Matt zu setzen. Nur der am Zug befindliche Spieler kann Remis verlangen. Dies ist bei mindestens dreimaliger Wiederholung derselben Stellung der Fall. Vorausgesetzt, wenn diese Stellung mit demselben Spieler am Zug und denselben Zugmöglichkeiten, unter Berücksichtigung auch der Rochade und etwaiger En passant Züge vorliegt. Remis ist auch angesagt, wenn mindestens 50 Züge lang keine Figur geschlagen und kein Bauer bewegt wurde = 50-Züge-Regel.

Schachspielergebnisse

Im Turnierschach erhält ein Spieler für eine gewonnene Partie in der Regel einen Punkt. Für jede Remispartie erhält der Spieler einen halben Punkt. Ein Spieler, der seine Partie verloren hat, erhält keinen Punkt.

Schach-Schiedsrichter

Bei grossen Turnieren und bei Mannschaftskämpfen überwacht ein Schiedsrichter die Einhaltung der FIDE-Regeln. Bei Missachtung der FIDE-Regeln hat der Schiedsrichter Sanktionsmöglichkeiten wie: eine Verwarnung aussprechen, Zeitstrafe inform einer Bedenkzeitverkürzung oder Bedenkzeitverlängerung der anderen Partei verfügen, die Schachpartie als verloren erklären, einen Spieler mit Ausschluss vom Turnier zu bestrafen.