Fallschutzarten

Fallschutzplatten

Fallschutzplatten Gummiplatten

Am meisten werden heute immer noch Fallschutzplatten verwendet. Achten Sie sich unbedingt darauf, dass diese 45 mm oder dicker sind. Oftmals werden Platten angeboten mit 2 oder 3 cm Dicke. Dabei handelt es sich nicht um Fallschutz- sondern um Gehwegplatten. Diese sind nicht geeignet als Fallschutz.

Meistens werden Platten in der Grösse von 50 x 50 cm verwendet. Diese lassen sich mit einem Stecksystem verbinden. Dabei empfehlen wir immer die äussersten zwei Reihen Fallschutzplatten stirnseitig mit einem Kleber zu verbinden. Ansonsten gehen die Platten im Sommer und Winter auseinander und es entsteht ein Spalt.

Es ist bekannt, dass sich die Platten mit der Zeit aufbiegen - schüsseln können. Dies tritt vor allem bei den 50 x 50 cm Platten auf. Damit dies nicht passiert, ist APESA zu den 50 x 100 cm grossen Fallschutzplatten übergegangen. Neben zwei Steckverbindern empfehlen wir Ihnen die Platten auf allen vier Seiten Stirnseitlig mit Kleber zu fixieren. Das ergiebt eine beinahe vollflächigen Belag. Die Platten bekommen dadurch keinen Spalt in den Fugen. Es kann sich weniger Schmutz in den Fugen ansammeln und die Moosbildung ist viel geringer. 

Bei sehr grossen Flächen können wir auch Platten von 100 x 100 cm liefern. Diese werden ebenfalls verleimt. Fallschutzplatten gibt es bis zu Fallhöhen von 300 cm. Diese sind dann so um die 10 cm dick.

Fallschutzplatten Nachteile

Die Platten neigen sich zu schüsseln. Das heisst nach einem oder zwei Jahren gehen die Ränder nach oben. 

Fallschutz ohne Fugen als vollflächiger Fallschutzbelag

Fallschutz ohne Fugen als vollflächiger Fallschutzbelag

Vollflächiger Fallschutz um die Doppelschaukel. Fugenlose Fallschutzbeläge bieten kaum eine Angriffsfläche für Vandalismus. Ausser man geht gewaltsam mit Messer und Schraubenzieher auf den Fallschutzbelag los. Der nahtlose Fallschutz ist leicht zu reinigen. Verunreinigungen auf der Oberfläche werden visuell sofort gesehen und können gut abgetragen oder abgespritzt werden. 

Der nahtlose Fallschutzbelag lässt sich sehr gut rund um die Spielgerät verbauen. Mit fugenlosem Fallschutzbelag können auch Hügel sehr gut einmodeliert werden. Bei fachgerechtem Einbau und entsprechender Oberfläche von 15mm aus EPDM ist eine Nutzungsdauer bei normalen Spielbetrieb von weit über 10 Jahren möglich. Es sollte darauf geachtet werden, das fugenlose Beläge der EN1177, ungiftig nach EN 71 Teil 3, LMBG B.82.10.1 und DIN 4102 Teil 1 geprüft sind. Dies ist wichtig, um zu vermeiden, dass eventuell schädliche, unreine oder sogar brennbare Produkte zum Einsatz kommen. 

Fugenloser weicher Fallschutz um Schaukel 

Fugenloser weicher Fallschutz um Schaukel

Aufbau von vollflächigem Fallschutzbelägen

Ablauf für den Aufbau von vollflächigem Fallschutzbelägen. Erde ca. 40 cm abtragen. Sie benötigen Bagger und Mulde für den Aushub. Bei einer Fläche von 4 x 8 Meter und 0.4 cm Tiefe erhalten Sie einen Aushub von 12.8m3 plus ein Auflockerungsvolumen der losen Erde von etwa Faktor 1.6 = 20,5m3 Aushub. Die entspricht etwa 2 Mulden an Aushub. ca. 20 cm Kies einfüllen, sorgt für guten Ablauf von Regenwasser ca. 10 cm Splitt einfüllen, verdichten und gerade ausebnen je nach Fallhöhe wird 5-10 cm dicker Gummigranulatschrott eingefüllt. Dies sind Fetzen aus weichem Gummi. Material wird mit Leim gebunden. Oberfläche mit 15 mm dickem EPDM Fallschutzbelag einbringen. Oberfläche kann viele bunte Farben haben. Damit können auch optische Anreize geschaffen werden.

Nachteile bei fugenlosem Fallschutz

Hohe Montagekosten und korrekte Vorbereitung des Untergrundes. Die Kosten sind aber durch geringen Pflege- und Unterhaltungsaufwand sowie die Lebensdauer der Beläge ausgeglichen.

Sand als Fallschutz bei Spielplatzgeräten

Sand als Fallschutz bei Spielplatzgeräten

Sand bei 30 cm Einbauhöhe bietet guten Fallschutz

Wird Sand als Fallschutz eingesetzt, so sollte der Sand keine feinen Sandteile enthalten. Ein versickerungsfähiger Untergrund ist zu empfehlen. Eine Trennung von der Spielfläche mit Sandfläche und dem Fallschutzbereich ist aus Sicherheitsgründen zu empfehlen. Verwenden Sie nach Möglichkeit einen grobkörnigen Sand. Zudem sollte der Sand keinen Lehm enthalten. Denn damit verleiten Sie die Kinder nur zu Sandspielen. Und diese gehören nicht in die Absturzzone von Spielgeräten. 

Sand, ohne tonige Anteile, gewaschen:  Sand ist bis zu einer Fallhöhe von 300 cm zugelassen unter der Bedingung, dass die Sanddicke 40 cm beträgt und die Sandkorngrösse: 0,2 bis 2 mm misst.

Nachteile bei Sand sind

Fremdstoffe wie Glassplitter, tierische Verunreinigungen können nur bedingt entfernt werden. Sand muss jährlich nachgefüllt werden. Zudem wird empfohlen bei richtigem Bewusstsein der Sicherheit, den Sand alle 2 Jahre zu ersetzen. Sand wird weggespielt. Dies tritt extrem unter Schaukeln oder beim Auslauf von Rutschen auf.

Darum kann Sand nicht als dauerhafter Fallschutz gewertet werden. Da Sand am Schuhwerk und Kleidern hängenbleibt, wird der Sand oftmals durch die Kinder in die Schulhäuser eingetragen. Je grobkörniger der Sand ist, desto weniger tritt dieses Problem auf. Wird bei einer Schaukel Sand verwendet, muss wegen dem Wegspieleffekt der Fallschutz 100 cm länger sein, als es gegenüber von Fallschutzplatten notwendig wäre. 

Rundkies bietet bei 30 cm Kieshöhe einen guten Fallschutz

Rundkies bietet bei 30 cm Kieshöhe einen guten Fallschutz

Rundkies als Fallschutz Als guter Fallschutz hat sich Kies in der Körnung 2/5 mm oder 2/8 mm erwiesen. Von grösserer Körnung ist abzuraten. Ansonsten das Kies gerne als Wurfgeschoss missbraucht wird. Feinkies lässt sich nicht verdichten und bleibt daher als Fallschutz erhalten. Die Selbstreinigungskraft ist hoch.  

Nachteile bei Kies sind

Wie auch bei Sand kann Kies weggespielt werden. Auch hier ist ein dauerhafter Fallschutz nicht gewährleistet. Zudem ist Kies auch schwierig zu reinigen. Verunreinigungen, Scherben, Splitter und Fixen sind ebenfalls schwer zu lokalisieren.

Rindenmulch als Fallschutz

Rindenmulch als Fallschutz

Einen natürlichen Fallschutz stellt Rindenmulch dar. Bei Einsatz dieses Bodens sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Rindenmulch aus Nadelholzrinde von Kiefern, Fichten oder Tannen besteht. Laubholzrinde ist normalerweise wegen den mechanischen und chemischen Eigenschaften nicht geeignet. Auffüllhöhe mindestens 40 cm. 

Nachteile bei Rindenmulch

Rindenmulch ist nur erschwert zu reinigen. Fallschutz aus Rindenmulch muss oftmals nachgefüllt werden. Das Material verdichtet sich jeweils rasch. Dadurch wird die Fallschutzeigenschaft reduziert. Zudem wird das Material unter Schaukeln und beim Ausgang von Rutschen weggespielt. Die Verrottung von Rindenmulch bewirkt eine starke Versauerung des Bodens.

Holzschnitzel als Fallschutz bei Spielgeräten

Holzschnitzel als Fallschutz bei Spielgeräten

Holzschnippsel bei Spielgerät als Fallschutz Die Industrie bietet geschreddertes, also zerrissenes Material an. Sogenannte Holzschnitzel oder Holzschnipsel. Die Haltbarkeit ist eher geringer als bei Rindenmaterial, da Gerbstoffe fehlen und auf eine Imprägnierung verzichtet werden muss. 

Nachteile bei Holzschnitzel

Fehlt bei dieser Art von Bodenbelag eine ausreichende Drainage im Untergrund, ist von einer schnellen Verdichtung und Verrottung des Materials auszugehen. Holzschnipsel verfangen sich auch 
in Kleidern. Zudem bekommen Kinder oftmals Spriessen ab. Öfters werden auf Spielplätzen auch 
grobe Holzschnipsel gesichtet. Diese können leicht zu Verletzungen an Augen und Kopf führen.

Wabenmatten Ringelmatten

Wabenmatten als Fallschutz neben der Rutschbahn

Die Wabenmatten sind auf festem Boden wie Teer zugelassen bis zu einer Fallhöhe von 90 cm. Die Montage ist einfach. Diese erfolgt ohne grossen Aufwand. Die Ringelmatten werden nebeneinander verlegt. Pro Wabenmatten werden 7 Kabelbinder mitgeliefert. Die Platten in der Grösse von 100 x 150 cm werden mit den Kabelbindern verbunden. Der überstehende Verbinder wird mit der Zange abgezwickt und nach unten gedreht. Zusätzlich werden die Matten mit je 3 Einschlagankern aus Kunststoff am Rutschen gehindert.

Die Installation ist ideal für Grünflächen mit Spielgeräte mit geringer Fallöhe. Die Matten werden unsichtbar, sobald das Gras nachgewachsen ist. Die Matten lassen sich auch auf unebenem Untergrund verlegen.

Nachteile bei Wabenmatten

Nur geeignet bis Fallhöhen von 90 cm. Danach kann man diese jedoch auf Rasen verlgen und von  zB. Swiss TTS eine kostenwirksame Vorortüberprüfung der Wirksamkeit des Fallschutzes in Auftrag geben. Bevor die Norm geändert wurde, waren diese Ringelmatten auf Gras getestet auf 200 cm Fallhöhe zugelassen. Die Tests erfolgen nun leider nicht mehr auf Rasen sondern auf einer Betonplatte. Es gilt abzuwägen was günstiger ist. Fallschutzplatten oder Wabenmatten und diese testen zu lassen.

Kunstrasen als Fallschutz

Kunstrasen als Fallschutz

Mit Kunstrasen benötigen Sie keine Wassersprengeranlagen und schonen die Wasser- und Meteokosten. Strom, Benzin, Unterhaltskosten für den Rasenmäher werden gespart. Dabei können Sie ruhig relaxen, weil in Zukunft diese schweisstreibende und Rückenschmerzen verursachende Arbeit vorbei ist.

Der Kunstrasen wir auf kompletten Rollen in einer Breite von 400 cm und einer Länge von 25 Metern geliefert. Ein Rolle hat 225 Kilo. Unter dem Rasen müssen Sie je nach Fallhöhe zB. 300 cm Fallhöhe einen Untergrund von 30 cm Sand einbauen. Mehrere Bahnen werden von unten mit einem Bantuband verklebt. Die Seitenränder werden in die Erde eingegraben. Sieht sehr schön aus.

Nachteile bei Kunstrasen

Hundekot muss aufgehoben und mit Wasserschlauch gereinigt werden. Damit die oberfläche schön bleibt, dann diese mit Wasserschlauch, Stossbesen oder Gebläse gereinigt werden. Beim Aufspringen auf immer die gleiche Fläche wie bei einer Feuerwehrstange kann sich der Sand verdichten und es kann zu einer leichten Vertiefung kommen. 

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