Imagination Playground Schulungsunterlagen Spielbetreuer

Schulungsunterlagen für Spielbegleiter

1. Sicherheitshinweis

Gebrauchsanweisung: Bitte stellen Sie sicher, dass jede Person, die mit Ihrem Imagination Playground arbeitet, vorher diese Gebrauchsanweisung sorgfältig liest. Kontakt: spielplatz@apesa.ch

WARNUNG:

  • Nutzung nur unter Aufsicht von Erwachsenen
  • Kinder sollten weder mit den Aufbewahrungsboxen spielen noch diese auf andere Weise benutzen
  • Gestatten Sie den Kindern nicht, auf den gestapelten Blöcken von imagination playground zu stehen oder davon herunterzuspringen

2. Erste Schritte

Vor dem Aufstellen von Imagination Playground, stellen Sie bitte sicher, dass ihr Standort alle in diesem Abschnitt aufgeführten Bedingungen erfüllt. Imagination Playground ist wetterfest und kann sowohl innen als auch außen verwendet werden.

3. Standortbedingungen

Bitte berücksichtigen Sie die örtlichen Anforderungen für Bodenbeschaffenheit Sand, Gummimatten, Gras, weicher Belag oder ähnliches. Sorgen Sie bei wärmerem Klima oder Wetter für ausreichend Schatten auf der Spielfläche.

Die für Imagination Playground konzipierten Aufbewahrungsboxen sollten auf festen und ebenen Flächen platziert werden. Weicher Untergrund wie z.B. Kies, Sand, Gras oder Mulch ist für die Aufbewahrungsboxen nicht geeignet.

Imagination Playground sollte in einem gesonderten Spielbereich eingesetzt werden, wo die Spielblöcke verwendet werden können, ohne auf andere Spielplätze zu gelangen.

Je nach Anzahl der Spielbegleiter, sollte darauf geachtet werden, dass der 
Spielbereich gut einsehbar ist.

4. Platzbedarf

Stellen Sie vor dem Aufstellen von Imagination Playground sicher, dass es an ihrem Standort genug Platz gibt und dieser das Gewicht der Aufbewahrungsbox tragen kann. Für die Anzahl von 105 Blöcken im Starter-Set sollten mindestens 30-40 m² zur Verfügung stehen.

5. Personal

Spielbegleiter sind das Schlüsselelement für jeden Imagination Playground. Mindestens ein Erwachsener muss diese Rolle wahrnehmen, wenn Imagination Playground verwendet wird. Weitere Informationen über das Verhältnis Erwachsene-Kinder, sowie über den Zweck und die Wichtigkeit der Spielbegleiter finden Sie in der Anleitung für Spielbegleiter unter den Themen Sicherheitsaspekte und Komponenten.

6. Zusätzliche Spielelemente

Der in Ihrem Imagination Playground bereitgestellte Satz loser Spielblöcke ist nur die Basis. Bitte fügen Sie auch andere Sachen hinzu, mit denen Kinder auf verschiedene Weise spielen können. Ein Eimer beispielsweise kann zur Bewässerung eines Gartens, als Trommel bei einer Parade oder als Krone für einen König oder eine Königin verwendet werden. Stoffe und Tücher stellen ebenfalls eine kreative Bereicherung der Spielblöcke dar. Stellen Sie sicher, dass Sie nur Materialien und Gegenstände verwenden, die altersgerecht sind. Objekte und Materialien wie Plastikbecher, Übertöpfe, Stoffreste und leere Behälter bieten viele Möglichkeiten für unbegrenzten Spielspass. Vergewissern Sie sich, dass diese Gegenstände ungiftig, frei von scharfen Kanten und altersgerecht sind.

7. Anleitung für Spielbegleiter

Bevor Sie mit dem Spiel beginnen Stellen Sie bitte sicher, dass jeder, der mit Ihrem Imagination Playground Set arbeitet, diese Hinweise gewissenhaft liest. Bezüglich weiterer Informationen kontaktieren Sie uns bitte. APESA AG, Steinackerstrasse 35, 89001 Udorf, E-Mail spielplatz@apesa.ch

8. Kurze Hinweise

  • Lesen Sie die Anleitung für Spielbegleiter vollständig durch
  • Packen sie die Spielblöcke selber aus den Aufbewahrungsboxen und überlassen sie dies nicht den Kindern. Dies würde zu einer Hierarchisierung der Blöcke führen, die es zu verhindern gilt.
  • Greifen Sie möglichst wenig in das Spielgeschehen ein. Bei körperlichen Auseinandersetzungen allerdings sofort eingreifen.
  • Geben Sie nur dann Spielimpulse, wenn Sie für es absolut notwendig erachten.

9. Spielen 

9.1 Was ist Spielen?

Wenn wir "Spielen" sagen, dann meinen wir freies Spielen. Diese Art des Spielens beinhaltet eine unstrukturierte Betätigung, die Kinder selbst wählen und steuern können 
ziemlich ähnlich dem, was Kinder auf dem Pausenhof tun. Aktivitäten wie Klettern, Sandburgen bauen, Verstecken oder Phantasiespiele sind alles Formen des freien Spielens. Organisierte Sportarten wie Fussball oder Volleyball sind es nicht.

Wir möchten unsere Definition von Spielen deshalb deutlich machen, weil viele Leute alle unterhaltsamen Aktivitäten, die nicht in direkter Verbindung zu Routinearbeiten oder Hausaufgaben stehen, als "Spiel" bezeichnen. Bbeispielsweise die Unterhaltung mit Freunden, das Fernsehen, die Spielen in einem Orchester oder das Spielen von Videospielen.

Spielen, wie wir es verstehen, ist für die Phantasie und Kreativität von zentraler Bedeutung. Der angesehene Kinderarzt und Psychiater Donald Winnicott sagt, dass Kinder in einer Spielwelt die Fähigkeit und Kraft besitzen, ihre Träume in die Realität zu verwandeln.

9.2 Warum ist Spielen wichtig?

Das Spiel ist das primäre Medium, durch welches kleine Kinder sich weiterentwickeln. Wenn ihnen gestattet wird, ihr eigenes Spiel zu inszenieren und zu führen, können Kinder ihre Erfahrungen vertiefen, ihre Vorstellungskraft und ihre linguistischen Fähigkeiten ausbauen, ihre physische und mentale Kraft trainieren und ihre Geschicklichkeit steigern.

Kinder entwickeln ihr Denken durch soziale Interaktion. Im Gegensatz zur weitverbreiteten Vorstellung, dass Kinder nur durch Erwachsene lernen, ist ihre spielbedingte Interaktion mit anderen von ungeheurem Wert. Ein einfaches Versteckspielen veranlasst Kinder dazu, mögliche Probleme und deren Lösungen vorherzusehen und räumlich zu denken.

Beim Spielen in der Gruppe bieten sich Kindern auch Gelegenheiten, ihre sozialen Fähigkeiten auszubilden und weiterzuentwickeln. Wenn Kinder spielen, unterhalten sie sich miteinander, üben die Form ihrer Kommunikation. Beispielsweise Wie nennt man den Stock, der das Lenkrad am Auto festhält? Spielen kann das Niveau bei Kooperation, Verhandlung, Konfliktlösung und anderen zwischenmenschlichen Fähigkeiten erhöhen, die benötigt werden, um als Erwachsener zu bestehen.

Symbolisches Spielen oder vorgegebenes Verhalten hilft Kindern, ihre Umwelt zu verstehen, indem sie Sprache, Emotionen, Bewegungen und soziale Dynamik in einen Kontext stellen, den sie erfassen können. Wenn Kinder spielen, kopieren sie oft das wirkliche Leben. Sie verkleiden sich, geben vor, Erwachsene zu sein oder erfinden Reime. Die Tätigkeit des Spielens hilft Kindern offenbar, die Handlungen, die sie imitieren, zu verstehen.

10. Ein wenig Geschichte

Das Imagination Playground Konzept hat sich durch die Abenteuerspielplätze inspirieren lassen, die nach dem 2. Weltkrieg in Europa entstanden. Diese Spielplätze wurden aus dem Schutt von Gebäuden geschaffen, die während des Krieges zerstört worden waren. 

Der erste Abenteuerspielplatz - später wurden diese als Abfall-Spielplätze bekannt - wurde in den späten 30-er Jahren durch den dänischen Landschaftsarchitekten C.Th. Sørensen entwickelt. Er ersann das neue Schema, um dem Bedürfnis von Kindern, sich eine Realität zu schaffen und zu formen, zu erträumen und auszumalen, entgegenzukommen. Kinder nutzten diese Gelände, um auf verschiedene Weise zu spielen, indem Sie Hammer, Kreuzhacke, Abfallholz, Seile und Metall einsetzten, um zu graben und zu bauen, wie es ihnen gefiel. Diese Spielplätze wurden durch Arbeiter beaufsichtigt, die Werkzeuge und Baumaterialien auf dem Gelände eines Abenteuerspielplatzes verwalteten. Diese Spielarbeiter inspirierten das Konzept des Spielbegleiters.

11. Grundideen von Imagination Playground

Imagination Playground fördert unstrukturiertes, kindgerechtes, freies Spielen - jene Art des Spielens, von der Experten sagen, sie sei entscheidend für die kognitive, soziale, physische und emotionale Entwicklung des Kindes.

11.1 Drei Imagination Playground Kernelemente

Imagination Playground ist darauf ausgelegt, verschiedene Arten des Spielens zu ermöglichen und Kindern die Freiheit zu geben, ihre eigenen Spielaktivitäten zu erfinden und zu verfolgen. Drei Schlüsselelemente sind für unser Spielkonzept entscheidend:

11.1.1 Freies Spiel

Mit einer wechselnden Zusammenstellung beweglicher Gegenstände machen Kinder aus jeder Spielstunde eine neue Erfahrung. Mit Imagination Playground Blöcken, Kisten, vorgefundenen Objekten und anderen frei verfügbaren Materialien können Kinder bauen, Geschichten oder Spiele ausdenken oder sich einfach an den Formen oder, Farben und der Textur erfreuen.

11.1.2 Veränderbare Umwelt

Kinder spielen höchst kreativ in solchen Umgebungen, die sie verändern können. Imagination Playground, das sich ideal für das Zusammenspiel mit Sand und Wasser eignet, lässt Kinder den Raum um sie herum immer wieder neu erfinden.

11.1.3 Spielbegleiter

Spielbegleiter sind ausgebildete Erwachsene, die eine offene Umgebung, in der Kinder ihr eigenes Spiel bestimmen können, beaufsichtigen. Sie sorgen für eine sichere und einladende Spiellandschaft und verwalten die Sammlung der Imagination Playground Blöcke und der anderen Materialien.

11.2 Spielen mit frei verfügbaren Materialien

Imagination Playground sorgt für eine reiche Spiellandschaft, die Anregungen für das freie Spiel und für viele Spielmuster bietet. Imagination Playground Blöcke und andere Materialien eröffnen der Kreativität und der sensorischen Erkundung Räume und bieten auch Gelegenheiten für ein gemeinsames Spielen. Nachstehend ein paar weitere Details, warum das Spielen mit frei verfügbaren Materialien für das Lernen und die Entwicklung von Kindern wertvoll ist.

11.2.1 Logisch-mathematische Fähigkeiten

Logisch-mathematische Fähigkeiten können sich entwickeln, wenn Kinder mit den Blöcken bauen. Das Spielen schafft Gelegenheiten zum Zählen, Klassifizieren und Schätzen. Beispiel: Damit die Stufen richtig aussehen, muss ich immer einen Block mehr auf den Stapel tun.

11.2.2 Phantasie

Durch das symbolische Spiel beginnen Kinder, den Dingen in ihren Köpfen Bedeutungen zu geben und diesen Bedeutungen durch Gestik oder dadurch, dass sie einzelne Dinge durch etwas anderes ersetzen, Ausdruck zu verleihen. Mit den frei verfügbaren Materialien sieht man Kinder mit Gegenständen spielen, die in der Form dem Gegenstand ähneln, den sie zu verwenden vorgeben. Sie trainieren auch ihre Fähigkeit, sich etwas vorzustellen oder auszumalen, indem sie ihre eigenen Strukturen und Räume schaffen, Szenarien und Rollen ersinnen und ihre eigenen Aktivitäten entfalten.

11.2.3 Problemlösung

Indem Kinder ihre eigenen Konstruktionen herstellen, stellen sie sich selbst Aufgaben und erfinden Lösungen Beispiel: Ich brauche hinten auf meinem Sprungbrett ein grosses Gewicht, damit es liegen bleibt.

11.2.4 Sozial-emotionale Entwicklung

Durch das Spiel finden Kinder Gelegenheiten, Mitgefühl mit anderen zu empfinden, sich gegenseitig zu unterstützen und inter- als auch intrapersonelle Fähigkeiten zu entwickeln Beispiel: Hast Du Angst, dass das umkippt? Warte, ich verstärke den Boden. Das Spielen mit einer begrenzten Menge an Materialien fordert von den Kindern auch, die Kunst der Verhandlung zu meistern. Wenn Kinder beispielsweise beim Bau eines Hauses zusammenarbeiten, müssen sie aushandeln, welche Blöcke verwendet und wie diese eingesetzt werden.

12. Die Rolle des Spielbegleiters

Spielbegleiter sorgen in der Imagination Playground Welt für Sicherheit und fördern das Spiel. Spielbegleiter müssen zur Einführung in das hinter Imagination Playground stehende Konzept, in ihre täglichen Aufgaben, in Wege zur Förderung der freien Spielerfahrung bei Kindern als auch die Wichtigkeit des unstrukturierten Spiels für die Entwicklung des Kindes, diese Anleitung gelesen haben. 

Spielbegleiter bauen auf und ziehen sich zurück. Sie verwalten das Spielumfeld und die frei verfügbaren Materialien. Sie sind verantwortlich für die tägliche Sicherheits-Überprüfung des gesamten Geländes. Spielbegleiter sollen das Spiel nicht inszenieren oder Kindern beibringen, wie man Objekte oder die Spiellandschaft einsetzt. Dennoch können sie gelegentlich vom Rande aus die Verwendung der Materialien demonstrieren. Was die Kinder dann tun, ist das Ergebnis ihrer natürlichen Neugier und des Spieldrangs.

12.1 Spielbegleiter fördern das Spiel durch

  • Aufbau der Ausgangslage für das Spiel der Kinder
  • Beobachten des Spiels der Kinder und das Erkennen benötigter Mittel oder auftretender Probleme durch Zuhören und Beobachten der Kinder
  • Gelegentliche Animierung von Spielideen durch sanftes Aufzeigen unterschiedlicher Spielmöglichkeiten und die Verwendung der Materialen vom Seitenrand aus
  • Aufbau von Beziehungen zu Kindern und Eltern
  • Förderung des fairen und umsichtigen Verhaltens durch eigenes Beispiel und gegebenenfalls die behutsame Intervention bei Konflikten
  • Zeigen von Möglichkeiten zur Ausweitung des Spiels durch die Kinder
  • Ermunterung zur Gruppenarbeit
  • Sicherstellen einer sicheren und hygienischen Spiellandschaft

12.2 Anzahl Spielbegleiter

Als grobe Richtlinie empfehlen wir bei einem Alter zwischen fünf und zwölf Jahren ein Spielbegleiter-Kind-Verhältnis von nicht weniger als einem Spielbegleiter auf zwanzig Kinder. Bei Kindern unter fünf empfehlen wir ein höheres Spielbegleiter-Kind-Verhältnis. Imagination Playground eignet sich für Kinder ab drei Jahren.

12.3 Spielstunden-Sicherheit

Imagination Playground sollte immer in einem für Kinder sicheren und ungefährlichen Spielumfeld eingesetzt werden. Beachten Sie bei Imagination Playground stets alle geltenden Sicherheitsregeln und Sicherheitsverfahren. Eltern oder Betreuungspersonen sollten während der Spielstunden immer anwesend sein. Überwachen Sie, wohin die Materialen gebracht werden, und achten Sie darauf, dass diese nicht innerhalb der bespielten Bereiche eines Spielplatzes einschließlich der Bereiche mit fest installierten Spielgeräten gelagert werden, wo sie laufende oder rutschende Kinder gefährden könnten. Spielstunden können sich aktiv und geräuschvoll entwickeln. Seien Sie aufmerksam und bereit, einzuschreiten und die Richtung zu weisen. Ermuntern Sie die Kinder, sich abzuwechseln und zu teilen. Wenn sich in einem Bereich zu viele Blöcke und Materialien befinden, nehmen Sie einige davon fort.

12.3 Altersgruppen

Imagination Playground soll eine breite Altersgruppe ansprechen. Wir sind der Ansicht, dass Kinder gemischten Alters Spass daran haben werden, zusammenzuarbeiten. In einigen Fällen jedoch, wo eine grössere Anzahl Kinder unterschiedlicher Altersstufen beim Spiel zusammenkommt, kann es besser sein, einen abgetrennten Bereich für jüngere Kinder zu schaffen, damit diese durch die älteren Kinder nicht ausgegrenzt oder zur Seite gestossen werden. Spielbegleiter können mit Blöcken und Objekten für Kinder unter fünf eine niedrige, einfache Barriere herstellen. Eine weitere einfache Methode ist die Markierung von Flächen auf dem Boden mit Kreide für Kinder unter fünf und Kinder über fünf.

12.4 Spielstunden-Sicherheit

Imagination Playground sollte immer in einem für Kinder sicheren und ungefährlichen Spielumfeld eingesetzt werden. Beachten Sie bei Imagination Playground stets alle geltenden Sicherheitsregeln und Sicherheitsverfahren. Eltern oder Betreuungspersonen sollten während der Spielstunden immer anwesend sein. Überwachen Sie, wohin die Materialen gebracht werden, und achten Sie darauf, dass diese nicht innerhalb der bespielten Bereiche eines Spielplatzes einschliesslich der Bereiche mit fest installierten Spielgeräten gelagert werden, wo sie laufende oder rutschende Kinder gefährden könnten. Spielstunden können sich aktiv und geräuschvoll entwickeln. Seien Sie aufmerksam und bereit, einzuschreiten und die Richtung zu weisen. Ermuntern Sie die Kinder, sich abzuwechseln und zu teilen. Wenn sich in einem Bereich zu viele Blöcke und Materialien befinden, nehmen Sie einige davon fort.

12.5 Tipps zur Unterstützung des Spiels der Kinder

  • Stellen Sie entwicklungsgerechte Materialien zur Verfügung. Eine Vielzahl an Materialien, die eine Herausforderung bieten, ohne zu schwer für die Kinder zu sein. Achten Sie darauf, dass die Materialien ungefährlich und altersgerecht sind.
  • Beobachten Sie, wie Kinder spielen, damit Sie verstehen, was sie inspiriert und wie Sie sie ermuntern können. Beachten Sie, wie Kinder miteinander und den Materialien interagieren. Wenn ein Kind üblicherweise dem Beispiel anderer folgt und eines Tages ein eigenes Spiel ankündigt, dann zeigt das eine neue Entwicklung in seinem Spiel.
  • Inszenieren Sie Materialien vor dem Beginn einer Spielstunde auf lustige, kreative Weise, die Kinder motivieren und worauf sie aufbauen können. Während der Spielstunden wollen Sie möglicherweise Materialien ergänzen, die das Spiel der Kinder unterstützen. Stellen Sie sicher, dass die Gegenstände nah genug platziert sind, damit sie gefunden werden können, aber nicht zu nah, so dass das Spiel unterbrochen wird.
  • Ermuntern Sie Kinder, einander zu helfen. Wenn ein Kind Hilfe beim Bau eines Bootes benötigt, verweisen Sie es an ein anderes Kind, das in der Vergangenheit ein Boot gebaut hat.
  • Fördern Sie Gelegenheiten für gleichrangiges Spiel. Manchmal balgen sich Kinder, um bei anderen mitzuspielen. Als Spielbegleiter können Sie Rollen vorschlagen Möchtest Du die Post an andere Schüler verteilen? oder die Gruppe fragen, welche Rollen das neue Kind spielen sollte. Was könnte Jessica sein? Ein Löwe, ein Wärter?. Erlauben Sie ihnen, darüber zu verhandeln, welche Rolle das Kind einnimmt.

Es gibt keine bessere Möglichkeit, das Spielen zu verstehen, als sich die Zeit zu nehmen und selbst etwas Zeit im Spiel zu geniessen! Spielstunden für Spielbegleiter allein können Ihnen und Ihrem Team helfen, sich besser auf die Kinder einzustellen und Ihnen tolle neue Ideen vermitteln, die Sie in die nächsten Spielstunden einbringen können.

13. Spielzeit 

13.1 Beginn einer Spielstunde

Beginnen Sie Ihre Spielstunde mit dem Aufbau einer an Inspirationspunkten reichen, offenen Spiellandschaft. Sie könnten beispielsweise eine oder zwei Anordnungen frei verfügbarer Materialien im Spielbereich aufbauen, um neue Kreationen anzuregen. Die Anordnungen sollen abstrakt und unspezifisch sein, damit die Kinder ihre eigenen Geschichten und Ideen einbringen können.

13.2 Ermunterung zum selbstbestimmten Spielen

Ein Spielbegleiter kann am besten zum unabhängigen Denken ermuntern, indem er auf Fragen oder Bitten um Hilfe eingeht und den Kindern gestattet, Themen, Geschichten und Spiele selbst zu kreieren.

13.3 Inspirieren

Gelegentlich können Spielbegleiter neue Möglichkeiten zur Verwendung der Materialien sanft inspirieren, indem sie diese leise am Spielfeldrand verwenden. Wenn beispielsweise keines der Kinder Strukturen baut, so könnten Sie eine kleine Höhle aus über Säulen aus Blöcken drapiertem Stoff konstruieren. Sie könnten einen kleinen Wasserfall schaffen, indem Sie dazu einen Stapel Rutschen verwenden. Entscheidend ist das unaufdringliche Demonstrieren anstelle des Anleitens, damit Kinder die Wahl haben, von Ihrem Beispiel etwas in ihr Spiel zu übernehmen, wenn sie das möchten.

13.4 Spielstunde beenden

Für Spielbegleiter ist es wichtig zu verstehen, wie man eine Spielstunde beendet, ohne dass Kinder sich zur Eile angetrieben fühlen.

  • Lassen Sie die Kinder zehn Minuten im voraus wissen, dass die Zeit zum Aufräumen bevorsteht. Sie können sie bitten, beim Einsammeln der Blöcke und anderer Materialien zu helfen und diese ausserhalb Ihres Lagerbehälters in Stapel zu sortieren. Sehen Sie ca. 20 Minuten für das Aufräumen vor, bevor Sie für den Tag schliessen.
  • Leeren Sie gegebenenfalls Behälter, die Wasser enthalten
  • Arbeiten Sie die Checklisten für Sicherheit und Wartung ab
  • Harken Sie gegebenenfalls den Sand durch und entfernen Sie Müll

14. Sicherheitsaspekte 

14.1 Sicherheitsaspekte vergewärtigen

• Achten Sie darauf, dass alle zum Spielen angebotenen Materialien altersgerecht sind
• Erlauben Sie den Kindern kein Stehen auf oder Springen von aufgestapelten Blöcken
• Erlauben Sie wegen der bestehenden Strangulierungsgefahr keinesfalls, dass Seile oder Stoffe um feststehende Geräte oder Kinder gewickelt werden
• Erlauben Sie den Kindern nicht das Werfen mit Sand, wenn Sie diesen einsetzen
• Begrenzen Sie die Anzahl der Kinder in der Sandkiste, wenn sich eine im Spielbereich befindet

14.2 Checkliste

Sie sollten vor und nach jeder Spielstunde immer eine Sicherheits- und Zustandsprüfung durchführen.

  • Prüfen Sie die Sicherheit des Spielbereichs
  • Reinigen Sie Spielbereich und Sand von Abfällen, scharfkantigen Gegenständen oder Müll
  • Prüfen Sie Räder, Bremsen und Schlösser an Transportkiste oder Ihrem Wagen auf einwandfreie Funktion
  • Stellen Sie sicher, dass keine Gefahr des Hängenbleibens an gebrochenen Haken oder hervorstehenden Schrauben besteht
  • Stellen Sie sicher, dass Kisten, Wagen oder Tüten, die Blöcke oder losen Teile keine Spitzen, scharfen Ecken oder Kanten aufweisen
  • Die Aufbewahrungsbehälter sollten innen und aussen unbeschädigt sein
  • In den Kisten, des Wagens oder der Tüten dürfen sich keine Pfützen oder Wasseransammlungen bilden
  • Alle Räder der Kisten oder Wagen vor jeder Spielstunde und nach dem Verstauen zu blockieren
  • Informieren Sie sich hinsichtlich der Schlüsselpersonen, die Ihnen zu Hilfe eilen oder Hilfe rufen können
  • Halten Sie diese Notfallinformationen jederzeit griffbereit

15. Komponenten

Stellen Sie sicher, dass alle Spielblöcke vorhanden sind.

15.1 Start-Set Maxi mit 105 Teilen, 120 kg

15.1 Start-Set Maxi mit 105 Teilen, 120 kg

 15.2 Start-Set Medium mit 50 Teilen, 60 kg

 15.2 Start-Set Medium mit 50 Teilen, 60 kg
 
Ausbau-Set Winkel mit 46 Teilen Imagination Playground
 
Ausbau-Set Kurven mit 44 Teilen Imagination Playground
 

15.3 Verpackung

Verpackung für Imagination Playground

Das Material wird entweder in Kartonagen oder Taschen geliefert.

  • 4 Taschen für Start-Set Maxi mit 105 Teilen
  • 2 Taschen für Start-Set Medium mit 50 Teilen
  • Grösse einer Tasche: 125 x 65 x 65 cm

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